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Mohrenmaki (Eulemur macaco)

Steckbrief

Mohrenmaki (Eulemur macaco) - primata.de
Mohrenmaki (Eulemur macaco)
Physiologie*
Gewicht:(kg) 2,40 2,49
Schwanz:(cm) 55
Kopf-Rumpf:(cm) 41
*Mittelwerte, Daten nach Rowe (1996)
Ernährung
Früchte, Samen, Blätter, blüten, Nectar, Pilze, Kleingetier
in anderen Sprachen
Black Lemur
Verbreitung Große Karte
 
IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Der Mohrenmaki (Eulemur macaco) ist ein sehr kleiner Lemur von der Größe einer kleinen Hauskatze.

Aussehen

Mohrenmakis haben lange buschige Schwänze und eine kurze spitze Schnauze, die entfernt an einen Fuchs erinnert. Die Männchen der Mohrenmakis sind völlig schwarz, während die Fellfarben der Weibchen von rot bis goldbraun reichen. Die Einheimischen auf Madagaskar nennen den Mohrenmaki »Ankomba« oder manchmal nur »Komba«.

Ihre Körperlänge beträgt 38 -45 cm, der Schwanz ist 51 bis 64 cm lang. Die Tiere erreichen ein Gewicht von 2,0 - 2,9 kg.

Lebensraum

Mohrenmakis kommen nur an der nördlichen Spitze Madagaskars, sowie auf den beiden kleinen Inseln Nosy Komba und Nosy vor, die vor der Nordküste Madagaskars liegen. Mohrenmakis leben wie die meisten Lemuren in den Bäumen. Eine neuere Studie hat gezeigt, dass sie in 4 verschiedenen Umwelten auf der Insel leben: primärer Regenwald, sekundäre Wald, sowie in Holz- und Maisplantagen.

Mohrenmakis ernähren sich, wie viele andere Lemuren, meist von Früchten und Blättern, obwohl ihre Ernährung von Zeit zu Zeit variiert.

Bisher wurden noch keine größeren Studien über das Verhalten der Mohrenmakis durchgeführt, so dass die Wissenschaft nur über wenig Informationen verfügt. Was man weiß ist, dass sie in Gruppen von 2 - 15 Individuen leben und dass diese Gruppen gemischt sind, also aus weiblichen und männlichen Tieren bestehen und dass sie tagsüber und in der Dämmerung aktiv sind.

Nach einer Tragzeit von ungefähr 120 bis 129 Tagen kommt in der Regel ein Junges zur Welt, wobei Zwillinge auch nicht ungewöhnlich sind.

Gefahren

Wie das auch bei anderen Lemuren der Fall ist, sind die Mohrenmakis als direktes Ergebnis der fortgesetzten Abholzung der Regenwälder in ihrem Überleben gefährdet. Studien haben gezeigt, dass die Zahlen der Mohremakis stetig zurückgehen, obwohl es ernsthafte Bemühungen gibt, sie vor dem Aussterben zu bewahren.

Fotostrecke

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Ankanin'ny Nofy - 32

Systematik

Literatur

Rowe, N. 1996. The Pictorial Guide to the living Primates. Pogonia Press.