Milne-Edwards-Wieselmaki (Lepilemur edwardsi)

IUCN Status IUCN - Vulnerable
Vulnerable / Gefährdet
Milne-Edwards-Wieselmaki (Lepilemur edwardsi)
Milne-Edwards-Wieselmaki (Lepilemur edwardsi)
© Frank.Vassen, CC by
Gewicht: 1000 g
Kopf-Rumpf-Länge: 28 cm
Schwanzlänge: 27,7 cm
Ernährung
Blätter, Früchte, Samen, Blüten
Systematik
Unterordung: Strepsirrhini
Teilordung: Lemuriformes
Familie: Lepilemuridae
Gattung: Lepilemur
Art: L. microdon
Daten nach Rowe (1996)
Google Map Google Earth
 
IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Milne-Edwards-Wieselmakis (Lepilemur edwardsi) sind kleine Lemuren aus der Gruppe der Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini) und zählen zu den größeren Vertretern der Wieselmakis. Sie bewohnen die westlichen bis zentralen Wälder auf der Insel Madagaskar bis in Höhen von 450 m. Ihr Verbreitungsgebiet ist auf die Wälder zwischen den Flüssen Mahajamba und Betseboke begrenzt.

Milne-Edwards-Wieselmakis (Lepilemur edwardsi) werden bei einer Kopf- Rumpflänge von 24 bis 29 Zentimeter 1.000 bis 1.200 g schwer. Der zwischen 26 bis 30 cm lange Schwanz ist wie das Rückenfell graubraun gefärbt und ist an der Spitze weiß. Schultern, Oberarme und Oberschenkel sind deutlich braun gefärbt. Der Bauch ist hellgrau mit weißlichen Flecken. Der rundliche Kopf der Milne-Edwards-Wieselmakis (Lepilemur edwardsi) ist grau gefärbt.

Als nachtaktive Baumbewohner haben Milne-Edwards-Wieselmakis (Lepilemur edwardsi) große Augen und Ohren. Sie verschlafen den Tag meist allein in Baumhöhlen, jedoch kommt es auch vor, dass sich mehrere Tiere eine Höhle teilen. Bei der Nahrungssuche bewegen sie sich senkrecht kletternd und springend fort. Milne-Edwards-Wieselmakis (Lepilemur edwardsi) ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Früchten, Blüten und Samen, die sie in der Regel alleine suchen.

Milne-Edwards-Wieselmakis (Lepilemur edwardsi) beanspruchen ein Revier von etwa 1 ha, wobei sich die Gebiete verschiedener Gruppen überschneiden können. Während der Trockenzeit, wenn Nahrung besonders knapp ist, sieht man auch oft mehrere Tiere gemeinsam in besonders früchtereichen Bäumen fressen.

Edwards-Wieselmakis sind vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraums gefährdet, hinzu kommt die Bejagung. Die IUCN listet die Art als „gefährdet“ (vulnerable).

[1] Garbutt, 2007; [2] Groves, 2005; [3] Rowe, 1996

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