Graurückenwieselmaki (Lepilemur dorsalis)

IUCN Status IUCN - Data Deficient
Data Deficient / zu wenig Daten
Graurückenwieselmaki (Lepilemur dorsalis)
Physiologie männlich weiblich
Gewicht: < 1000 g
Kopf-Rumpf-Länge: 25,4 cm
Schwanzlänge: 26,6 cm
Ernährung
Früchte, Blätter und Rinde
Systematik
Unterordung: Strepsirrhini
Teilordung: Lemuriformes
Familie: Lepilemuridae
Gattung: Lepilemur
Art: L. dorsalis
Daten nach Rowe (1996)
Google Map Google Earth
 
IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) sind kleine nachtaktive Baumbewohner, die in feuchten Wäldern im Nordwesten der Insel Madagaskar leben, eine Region, die von kurzen Tockenzeiten geprägt ist [1]. Sie bevorzugen als Lebensraum Galeriewälder und Buschland.

Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) haben kleine Ohren, ein dunkles Gesicht und ein mittel- bis dunkelbraunes Fell. Der Rücken, der Schwanz und die Brust sind schwärzlich braun. Sie erreichen eine Körperlänge von 25 - 26 cm, der Schwanz ist zwischen 26,0 und 27,8 cm lang. Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) werden kaum schwerer als 1.000 g. Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blättern und Baumrinde [1][2].

Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) halten sich in aufrechter Körperhaltung an Ästen und dünnen Baumstämmen fest und bewegen sich springend fort. Als nachtaktive Primaten verschlafen sie den Tag in großen Bäumen, die allerdings durch Holzeinschlag immer mehr aus den Wäldern verschwinden. In Regionen, in denen geeignete Schlafbäume rar sind, stellen Wissenschaftler Nistkästen zur Verfügung [1].

Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) kommunizieren mit einer Vielzahl von Rufen, die in Intensität und Klangcharakter variieren und von leisem Quietschen bis zu lauten, hohen Rufen reichen. Die mütterlichen Lautäußerungen hören sich wie ein Kuß an [1].

Die Weibchen der Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) bringen ein einzelnes Junges zur Welt, die Geburten finden zwischen August und November statt.

Wissenschaftler sehen die Hauptbedrohung der Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) im Verlust ihres Lebensraumes durch den Anbau von Reis und Kaffee, sowie im illegalen Holzeinschlag. Manchmal werden Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) wegen ihres Fleisches gejagt [3].

Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) sind in Anhang I [?] des Washingtoner Artenschutsübereinkommens (CITES) aufgeführt. Sie kommen im Manongarivo Special Reserve und wahrscheinlich auch im Tsaratanana Strict Nature Reserve vor. Ob die Populationen zu- oder abnehmen ist derzeit nicht bekann, daher stuft die Weltnaturschutzunion (IUCN) Graurückenwieselmakis (Lepilemur dorsalis) als Data Deficient (keine ausreichenden Daten) ein [3].

[1] Rowe, 1999; [2] MacDonald, 2003; [3] Hoffmann, M. 2008. Lepilemur dorsalis. In: IUCN 2010. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2010.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 01 April 2010; [3] Rowe, 1996

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