Kapuzinerartige (Cebidae)

Kapuzinerartige (Cebidae)
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Systematik
Unterordung: Haplorrhini
Teilordung: Platyrrhini
Familie: Cebidae
Gattungen: Saimiri
Cebus
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IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Die Kapuzinerartigen (Cebidae) repräsentieren eine von fünf Familien der Neuweltaffen, die derzeit anerkannt sind. Sie umfasst die Kapuzineraffen (Cebus) und die Totenkopfäffchen (Saimiri) [1]. Diese Arten sind in tropischen und subtropischen Wäldern Mittel-und Südamerikas zuhause. Gemeinsam ist diesen beiden Gattungen die Schädelmorphologie, die Gebissproportionen sowie mehrere andere Skelettmerkmale.

Der größte unter diesen sonst kleinen Affen ist der Braune Kapuziner mit einer Körperlänge von 33 bis 56 cm und einem Gewicht von 2,5 bis 3,9 Kilogramm. In Form und Farbe unterscheiden sich die Arten leicht, aber allen gemeinsam sind die typischen Merkmale der Neuweltaffen, u.a. ihre weiten, flachen Nasen.

Totenkopfäffchen
David Blank, CC by-nc-sa
Harry-Harms, CC by-nc-sa

Kapuzinerartige ernähren sich omnivor, d.h. sie sind Allesfresser. Ihre Hauptnahrung besteht aus Früchten und Insekten, wobei die Anteile dieser Bestandteile jedoch von Art zu Art erheblich variieren.

Bei den Kapuzinerartigen gebären die Weibchen nach einer Tragzeit zwischen 130 und 170 Tagen ein oder zwei Junge. Kapuzinerartige sind sehr soziale Affen, die in Gruppen zwischen fünf und vierzig Individuen leben. Je kleiner die Arten sind, desto größere Gruppen bilden sie in der Regel. Alle Kapuzinerartigen sind tagaktive Affen.

Früher teilte man die Neuweltaffen in zwei Gruppen auf: Kapuzinerartige (Cebidae) und Krallenaffen (Callitrichidae) ein. Einige Jahre lang ordnete man dann die Krallenaffen als Unterfamile der Kapuzinerartigen ein und verschob andere Gattungen in andere Familien. Die neueste Klassifikation spaltet nun die Krallenaffen wieder ab, so dass in der Familie der Kapuzinerartigen nur noch die Totenkopfäffchen (Saimiri) und die Kapuzineraffen (Cebus) verbleiben [2].

[1] Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie Berlin u.a.: Springer-Verlag, 2003, ISBN 3-540-43645-6;

[2] Rylands AB and Mittermeier RA (2009). "The Diversity of the New World Primates (Platyrrhini)". in Garber PA, Estrada A, Bicca-Marques JC, Heymann EW, Strier KB. South American Primates: Comparative Perspectives in the Study of Behavior, Ecology, and Conservation (Developments in Primatology: Progress and Prospects). Springer. ISBN 978-0-387-78704-6.

Macdonald, D. (2001) The New Encyclopedia of Mammals: 1;. Oxford University Press, London

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