Neuweltaffen

Rotrücken-Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii)


Squirrel monkey, Saimiri oerstedii
Central American Squirrel Monkey
Saimiri oerstedii

Der Rotrücken-Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii) ist ein kleiner mittelamerikanischer Primat aus der Gruppe der Neuweltaffen (Platyrrhini). Er gehört zur Familie Cebidae und ist von Costa Rica bis Panama verbreitet.

Aussehen

Die Affen erreichen eine Körperlänge von etwa 27 cm, hinzu kommt der Schwanz mit 36 cm. Weibchen erreichen ein Gewicht von 0,6 bis 0,8 kg, Männchen sind mit 0,7 bis 0,9 kg etwas schwerer. Bei ihnen sind während der Paarungszeit die Schultern und der Hals deutlich dicker. In Bezug auf das Fell ähneln sie sehr stark dem Gewöhnlichen Totenkopfaffen (Saimiri sciureus), jedoch sind die Kopfhaare schwarz [1].

Fortpflanzung

Die Geburtenrate bei Rotrücken-Totenkopfaffen (Saimiri oerstedii) ist nicht bekannt, aber man weiß von der Gattung Saimiri , dass die Weibchen pro Jahr ein einzelnes Junges zur Welt bringen. Der Nachwuchs wird nach einer Tragzeit von 7 Monaten [3] während der Regenzeit und in der Regel nachts geboren [4]. Weibchen erreichen die Geschlechtsreife im Alter von ca. 1 Jahr, die Männchen sehr viel später im Alter zwischen 4 und 6 Jahren.

Verhalten und Ernährung

Rotrücken-Totenkopfaffen (Saimiri oerstedii) sind wie alle Primaten sehr soziale Tiere. Bei der Nahrungssuche legen sie in kleinen Gruppen täglich zwischen 2,5 und 4,2 km zurück, ihre Reviere sind rund 0,175 km² groß [2]. Rotrücken-Totenkopfaffen (Saimiri oerstedii) beginnen mit der Futtersuche kurz vor Sonnenaufgang und unterbrechen sie nur für kurze Pausen oder bei starkem Regen. In letzterem Fall drängen sie sich eng zusammen, um dem Regen weniger stark ausgesetzt zu sein [2].

Die Nahrung von Rotrücken-Totenkopfaffen (Saimiri oerstedii) besteht überwiegend aus Wirbellosen, kleinen Wirbeltieren, Früchten und Nektar [3].

Gefahren

Die größte Bedrohung für diese Primaten geht von der Umwandlung ihres natürlichen Lebensraums in landwirtschafliche Nutzflächen und vom Holzeinschlag aus. Wegen ihres kleinen Ausbreitungsgebiets in Panama und Costa rica sowie der schrumpfenden Populationsgrößen stuft die Weltnaturschutzunion Rotrücken-Totenkopfaffen (Saimiri oerstedii) als gefährdet (Vulnerable) ein [5].

Systematik


Literatur

[1] Macdonald, 1984; [2] Baldwin, 1972; [3] Reid, 1997; [4] Smuts et al., 1987; [5] Wong, G., Cuarón, A.D., Rodriguez-Luna, E. & de Grammont, P.C. 2008. Saimiri oerstedii. In: IUCN 2011. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 27 September 2011; [6] Rowe, N. 1996