Weißkopfsaki (Pithecia pithecia)

IUCN Status IUCN - Least Concern
Least concern / nicht gefährdet
Weißkopfsaki (Pithecia pithecia)
© Peter Nijenhuis, CC by-nc-nd
Physiologie* männlich weiblich
Gewicht (g): 964-2500 779-1750
Kopf-Rumpf: 35,0 cm 33,5 cm
Schwanzlänge: 39,7 cm 34,2 cm
Ernährung
Früchte, Samen, Blüten, Blätter und kleine Tiere (auch kleine Vögel und Fledermäuse)
Systematik
Unterordung: Haplorrhini
Teilordung: Platyrrhini
Familie: Pithecidae
Gattung: Pithecia
*Mittelwerte, Daten nach Rowe (1996)
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IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Weißkopfsakis (Pithecia pithecia) sind in Brasilien, Französisch-Guayana, Guyana, und Surinam beheimatet. Dort leben sie in Bergwäldern ebenso wie in Sümpfen entlang von Flüssen und an Waldrändern, die langsam in das Grasland übergehen. Sie bevorzugen die mittleren und unteren Ebenen der Baumkronen, suchen aber auch in Schling- und Kletterpflanzen nach Nahrung.

weiblicher Weißkopfsaki (Pithecia pithecia) mit Nachwuchs
Weiblicher Weißkopfsaki (Pithecia pithecia) mit Nachwuchs auf dem Rücken
Foto: © Tom Raftery, Lizenz

Weißkopfsakis (Pithecia pithecia) erreichen ein Gewicht zwischen 800 und 2500 g. Die Kopf- Rumpflänge beträgt etwa 33,5 bis 35 cm, der Schwanz misst nocheinmal 34,3 bis 44,5 cm. Das rauhe Fell ist lang, dick und zottig, so dass diese Primaten größer erscheinen als sie tatsächlich sind. Weißkopfsakis haben ihren Namen von der weißen, manchmal etwas rötlichen Gesichtsfärbung der Männchen. Weibchen haben ein schwarzes oder braunes Fell, mit einem blassen Streifen, der von unterhalb der Augen auf jeder Seite des Gesichts abwärts verläuft. Die langen Nackenhaare fließen wie eine Kapuze nach vorne zum Gesicht. Die schwarze Nase ist sehr breit und die Nasenlöcher sind flach. Der lange, buschige Schwanz ist nicht zum Greifen fähig und wird zur Balance beim Umherstreifen durch den Wald verwendet. Die markanten Farbunterschiede zwischen den Geschlechtern bei Weißkopfsakis sind bei Primaten ungewöhnlich.

Weißkopfsakis ernähren sich hauptsächlich von Samen, Früchten, Blüten, Trieben und Blättern. Gelegentlich erbeuten sie Vögel, Termiten und andere Insekten, aber auch Mäuse und Fledermäuse, die sie vor dem Fressen häuten und in mundgerechte Stücke reißen.

Weißkopfsakis sind tagaktive Primaten, die nachts zusammengerollt auf Ästen schlafen. Sie sind agile Kletterer, die sich beim Umherstreifen auf allen Vieren fortbewegen. In ihrem Verbreitungsgebiet heißen sie auch "fliegende Affen", da sie dafür bekannt sind, sich durch Lücken im Blätterdach bis zu 10 m herabfallen zu lassen. Weißkopfsakis zeigen Aggression, in dem sie ihren Rücken biegen, das Fell aufstellen und den Körper schütteln. Sie kommunizieren mit lauten Rufen, zwitschern und schrillen Pfiffen.

Weißkopfsakis leben in kleinen Gruppen von bis zu fünf Tieren, die in der Regel aus den Elterntieren und ihrem Nachwuchs bestehen. Je nach Nahrungsangebot können aber auch größere Gruppen zusammenkommen, besonders wenn die Nahrung im Überfluss vorhanden ist. Geburten finden von Dezember bis April statt. Die Weibchen gebären pro Saison ein einzelnes Junges. Die Jungen beiderlei Geschlechts haben anfangs die gleiche Färbung wie die Mütter, erst im Alter von etwa zwei Monaten entwickeln die Männchen ihr markantes, weißes Gesicht. Die Mutter zieht die Jungen allein auf, die im Alter von etwa einem Jahr selbstständig werden.

Weißkopfsakis können in Gefangenschaft ein Alter von 35 Jahren erreichen. Die Bestände in freier Wildbahn scheinen derzeit nich bedroht zu sein. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft diese Primaten als "nicht gefährdet (least concern)" ein.

[1] Fleagle, 1988; [2] Hershkovitz, 1977; [3] Rowe, N. 1996;

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