Neuweltaffen

Weißnasensaki (Chiropotes albinasus)


Der Weißnasensaki (Chiropotes albinasus) lebt südlich des Amazonas zwischen den Flüssen Xingu und Madeira in Brasilien [1][2], wo er in hochgelegenen oder überfluteten, feuchten, dichten Regenwäldern, jedoch abseits von Flüssen, in den oberen Baumkronen zu finden ist. Wie andere Sakiaffen schlafen sie in aufeinanderfolgenden Nächten nie in den gleichen Bäumen [1][2][3].

Aussehen

Die Männchen der Weißnasensakis (Chiropotes albinasus) wiegen im Durchschnitt 3,1 kg, die Weibchen 2,5 kg. Männchen erreichen eine Gesamtlänge von etwa 42 cm, Weibchen sind mit 38 cm etwas kleiner. Weißnasensakis haben ein dunkles, schwarzes Fell sowie eine rote Nase und Oberlippe, die von weißem Fell bedeckt sind. Weißnasensakis haben einen langen, buschigen Schwanz, den sie zum Ausbalancieren des Gleichgewichts einsetzen [1][2][4].

Fortpflanzung

Weißnasensakis (Chiropotes albinasus) erreichen die Geschlechtsreife etwa im Alter von vier Jahren. Während des Sexualzyklus färben sich die Schamlippen der Weibchen leuchtend rot und sie bewegen sich mit aufgerichtetem Schwanz fort, so dass Männchen den Zustand erkennen können. Weißnasensakis gebären nur ein Junges pro Jahr. Die Mehrheit der Geburtentreten, zwischen Februar und März und zwischen August und September auf. Die Tragzeit beträgt etwa fünf Monate. Ab einem Alter von drei Monaten werde junge Weißnasensakis immer unabhängiger von ihren Müttern [1][3][4].

Weißnasensakis leben in großen sozialen Gruppen von 18 bis 30 Individuen zusammen, die bei der Nahrungssuche gemeinsam umherstreifen. Wie viele Primaten betreiben auch Weißnasensakis gegenseitige, soziale Fellpflege. Weißnasensakis kommunizieren u.a. durch Schwanzwedeln und Piloerektion (=Aufstellen der Fellhaare), und durch Zirplaute und schrille Pfiffe miteinander [4][3][1].

Ernährung

Weißnasensakis (Chiropotes albinasus) ernähren sich in erster Linie von Früchten, Nüssen und Insekten. Die Art der Nahrung variiert von Region zu Region und von Saison zu Saison, je nach Verfügbarkeit der verschiedenen Nahrungen. Weißnasensakis haben gut entwickelte Zähne, mit denen sie leicht Nüsse knacken können. Sie fressen sehr schnell und halten noch während des Kauens Ausschau nach weiterer Nahrung [2][4][1].

Weißnasensakis gelten wegen der Zerstörung ihres Lebensraums als gefährdet [3].

Systematik


Literatur

[1] Flannery, 2000; [2] Grzimek, 1977; [3] Grzimek, 1988; [4] Nowak, 1991; [5] Rowe, N. 1996.