| Unterordung: | Haplorrhini |
| Teilordung: | Platyrrhini |
| Familie: | Atelidae |
| Gattung: | Lagothrix |
Wollaffen (Lagothrix) sind eine Primatengattung der Neuweltaffen Mittel- und Südamerikas, zu der man vier Arten zählt. Wie Brüllaffen sind Wollaffen in Bezug auf ihre Körpergröße sexuell dimorph. Die Arten bewohnen die Regenwälder des westlichen Amazonasgebiets und des Orinoco-Beckens sowie die Wälder an den nordöstlichen Hängen der Anden.
Wollaffen (Lagothrix) erreichen ein Gewicht von 4 bis 10 kg bei einer Kopf- Rumpflänge von 40 bis 60 cm. Hinzu kommt ein äußerst flexibler Greifschwanz von etwa 60 bis 80 cm Länge. Der Körper ist von einem weichen, wolligen Fell bedeckt. Die Gliedmaßen sind relativ lang, der Kopf ist rund mit einer haarlosen Schnauze.
Als tagaktive Baumbewohner leben Wollaffen (Lagothrix) in Kernruppen von 2 bis 9 Tieren und ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blättern und Knospen, fressen aber auch einige Wirbellose. Manchmal kommen mehrere Gruppen zusammen, um gemeinsam auf Nahrungssuche zu gehen. Diese Verbände können aus bis zu 60 Affen bestehen. Selten kommen sie auf den Boden herab, aber wenn doch, dann nehmen sie eine aufrechte Haltung ein. Oft hängen sie an ihrem Greifschwanz im Geäst, um Hände und Füße für die Nahrungsaufnahme frei zu haben. Die Tragzeit dauert bei Wollaffen 5 Monate und in der Regel wird ein einzelnes Junges geboren.
Primatologen unterschieden heute vier Arten :
Der seltene und vom Aussterben bedrohte Gelbschwanz-Wollaffe gehört trotz seines Namens nicht zur Gattung Lagothrix, sondern wird in einer eigenen Gattung, Oreonax, geführt.
