Philippinen-Koboldmaki (Tarsius syrichta)

IUCN Status IUCN - Near Threatened
Near Threatened / gering gefährdet
Philippinen-Koboldmaki (Tarsius syrichta)
© Kath Haboc, CC by-nc
Physiologie* männlich weiblich
Gewicht: 134 g 117 g
Kopf-Rumpf: 12,4 cm
Schwanzlänge: 23,2 cm
Ernährung
Kleine Tiere (meistens Insekten oder Eidechsen)
Systematik
Unterordung: Haplorrhini
Teilordung: Tarsiiformes
Familie: Tarsiidae
*Mittelwerte, Daten nach Rowe (1996)
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IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Der Philippinen-Koboldmaki (Tarsius syrichta), in der Landessprache auch als „Maumag“ bekannt, ist auf den Philippinen endemisch, d.h. er kommt nur dort vor. Er lebt im südöstlichen Teil des philippinischen Archipels, insbesondere auf den Inseln Bohol, Samar, Leyte und Mindanao. Ferner umfasst die geografische Verbreitung dieses kleinen Primaten die Inseln Maripipi Island, Siargao Island, Basilan Island und die Dinagat Insel. Als Mitglied einer Primatenfamilie, die etwa 45 Millionen Jahre alt ist, wurden Koboldmakis westlichen Biologen erst im 18. Jahrhundert bekannt.

Philippinen-Koboldmakis (Tarsius syrichta) sind dämmerungs- und nachtaktive Primaten, die in Gefangenschaft 8 - 12 Jahre alt werden. Ihr Fell ist grau bis grau-rostgelb, das Gesicht aber eher ockerfarben.

Philippinen-Koboldmakis (Tarsius syrichta) erreichen eine Körperlänge von 11 - 13 cm, der Schwanz misst 21 - 25 cm, ist spärlich behaart und hat eine kurze Quaste. Weibchen erreichen ein Gewicht von 110 - 120 g, Männchen sind mit 130 - 140 g etwas schwerer.

Philippinen-Koboldmakis (Tarsius syrichta) sind scheue, nachtaktive Primaten, die größtenteils im Verborgenen leben, während des Tages in dunklen Baumhöhlen in Bodennähe schlafen und nur während der nächtlichen Nahrungssuche aktiv werden. Aufgrund ihrer großen Augen verfügen sie über eine sehr gute Nachtsicht, die es ihnen ermöglicht, erstaunliche Manöver in den Bäumen zu vollführen und Menschen zu meiden.

Philippinen-Koboldmakis (Tarsius syrichta) sind Baumbewohner, die in aufrechter Haltung durch das Geäst klettern und sehr weit von Zweig zu Zweig springen können. Sie sind in der Regel Einzelgänger, jedoch kommt es auch zu monogam oder polygam ausgerichteten Beziehungen unter den Individuen.

Philippinen-Koboldmakis kommunizieren auf vielfältige Art und Weise. Obwohl sie sich weniger über Laute verständigen als andere Primaten, verwenden sie Rufe, die möglicherweise der territorialen Abgrenzung und der Wahrung gewisser Abstände zwischen Männchen und Weibchen dienen. Ihre "loud calls" bestehen aus einer einzigen, durchdringenden Note auf der Tonleiter. Sind die Tiere ruhig und fühlen sie sich zufrieden, geben sie verwebte, vogelähnliche Laute von sich. Und wenn mehrere Tiere zusammenkommen hört sich ihre Kommunikation zirpend an, Töne, die entfernt an die Geräusche von Heuschrecken erinnern.

Eine andere stimmliche Kommunikation ist der Noruf (distress call) von Jungtieren, wenn Sie von ihren Müttern getrennt sind. Zusätzlich verwenden Sie Duft-Marken aus Urin und Drüsensektrete, um ihre Territorien abzugrenzen. Taktile Kommunikation spielt eine Rolle zwischen Männchen und Weibchen, sowie Müttern und ihren Nachkommen. Die Rolle der visuellen Kommunikation ist noch nicht erforscht worden, aber wegen ihrer sehr leistungsfähigen Augen ist es wahrscheinlich, dass auch unterschiedliche Körperhaltungen und andere visuelle Signale zur Kommunikation verwendet werden.

Shekelle, M. & Arboleda, I. 2008. Tarsius syrichta. In: IUCN 2011. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 02 October 2011; [2] Rowe, 1996

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