Kleine Weißnasenmeerkatze (Cercopithecus petaurista)

IUCN Status IUCN - Least Concern
Least Concern / nicht gefährdet
Physiologie* männlich weiblich
Gewicht: 3,82 kg 3,02 kg
Kopf-Rumpf-Länge: 49,2 cm 41,1 cm
Schwanzlänge: 71,2 cm 64,9 cm
Ernährung
Früchte (besonders Feigen), Blüten, kleine Tiere (einschl. Insekten)
Systematik
Unterordung: Haplorrhini
Teilordung: Catarrhini
Familie: Cercopithecinae
Gattung: Cercopithecus
*Mittelwerte, Daten nach Rowe (1996)
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IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Die Kleine Weißnasenmeerkatze (Cercopithecus petaurista) ist ein tagaktiver, auf Bäumen lebender westafrikanischer Primat aus der Gruppe der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Guinea-Bissau bis nach Togo im Westen. Erst kürzlich wurde eine Population im südöstlichen Senegal entdeckt. Einige Populationen leben in mehreren Schutzgebieten wie etwa dem Tai-Nationalpark in der Elfenbeinküste und dem Digya Nationalpark in Ghana [2].

Primatologen nennen zwei Unterarten [1]:

  • die Unterart C. p. petaurista lebt östlich des Flusses Cavally,
  • C. p. buettikoferi liegt westlich des des Flusses Cavally.

Kleine Weißnasenmeerkatzen (Cercopithecus petaurista) bewohnen primäre und sekundäre Regenwälder, regenerierende Küstenregionen, sowie Galerie-, Sumpf- und Buschwälder in der Nähe von Flüssen [2].

Kleine Weißnasenmeerkatzen (Cercopithecus petaurista) haben ein grünlich graues Rückenfell und ein schwarzes Gesicht. Nase, Hals, Ohrbüschel sowie die Unterseite des Schwanzes sind weiß. Weibchen erreichen eine Körperlänge einschließlich Kopf von durchschnittlich 41,1 cm und eine Schwanzlänge von ca. 64,9 cm. Männchen sind mit 49,2 cm Körperlänge und einer Schwanzlänge von ca. 71,2 cm etwas größer. Dies macht sich auch im Gewicht bemerkbar: Erwachsene Männchen wiegen durchschnittlich 3,8 kg, wobei Weibchen nur etwa 3,0 kg erreichen [3].

Kleine Weißnasenmeerkatzen (Cercopithecus petaurista) ernähren sich hauptsächlich von Früchten, vor allem von Feigen. Gelegentlich erweitern sie ihren Speiseplan um tierisches Protein in Form von Insekten. Sie sind bekannt dafür, über Kulturpflanzen wie Mais und Kakao herzufallen [3].

Während der Nahrungssuche bilden Kleine Weißnasenmeerkatzen (Cercopithecus petaurista) größere Verbände mit Campbell's Meerkatzen (Cercopithecus campbelli) und Dianameerkatzen (Cercopithecus diana), letztere führen die Gruppe. In Sierra Leone schließen sie sich mit Grünen Stummelaffen (Procolobus verus) und Campbell's Meerkatzen zusammen. In der Elfenbeinküste assoziieren mit in einem gewissen Grade mit allen anderen Affenarten [3].

Wenn sich Kleine Weißnasenmeerkatzen (Cercopithecus petaurista) gestört fühlen, etwa durch einen menschlichen Beobachter, geben die Männchen einen schnurrenden Alarmruf, der von Kopfwackeln begleitet ist, während sich der Rest der Truppe zurückzieht [3].

Kleine Weißnasenmeerkatzen (Cercopithecus petaurista) leiden in Teilen ihres Verbreitungsgebietes am Verlust von Lebensraum durch Abholzung und menschliche Siedlungen. In einigen Gebieten werden sie möglicherweise wegen ihres Fleisches gejagt [2].

Trotzdem stuft die Weltnaturschutzunion IUCN die Art als nicht gefährdet (Least Concern) ein, da diese Primaten in einer Vielzahl geschädigter Lebensräume überleben können und es wohl derzeit keine größeren Bedrohungen gibt, die sich negativ auf den Fortbestand der Art als Ganzes auswirken könnten [2].

[1] Kingdon, 1997; [2] Oates, J.F., Gippoliti, S. & Groves, C.P. 2008. Cercopithecus petaurista. In: IUCN 2010. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2010.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 05 June 2010; [3] Rowe, 1996

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