Weißkehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis)

IUCN Status IUCN - Least Concern
Least Concern / nicht gefährdet
Weißkehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis)
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Physiologie* männlich weiblich
Gewicht: 7,35 kg 4,23 kg
Kopf-Rumpf-Länge: 56,5 cm 46,8 nm
Schwanzlänge: 75,5 cm 68,6 cm
Ernährung
Früchte, Blätter, kleine Tiere, Exsudate
Systematik
Unterordung: Haplorrhini
Teilordung: Catarrhini
Familie: Cercopithecinae
Gattung: Cercopithecus
*Mittelwerte, Daten nach Rowe (1996)
IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Die Weißkehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis) wird von manchen Primatologen als Unterart der Diademmeerkatze (Cercopithecus mitis) angesehen.

Das Verbreitungsgebiet der Weißkehlmeerkatzen (Cercopithecus albogularis) reicht vom kenianischen Kilifi Creek südwärts bis in den Norden Tansanias, und von hier nach Westen zum Mount Kilimanjaro und Mount Meru in Tansania, außerdem leben sie auf der Insel Sansibar, ebenfalls Tansania [1].

Weißkehlmeerkatzen haben ein graues Fell, wobei der Rücken eher rostbraun ist und der Schwanz sowie die Beine schwärzlich sind. Herausragendes Merkmal der Weißkehlmeerkatzen ist ein weißer Fellkranz, der im Kehl- und Halsbereich von Ohr zu Ohr verläuft. Das dunkle Gesicht ist außerhalb des Augen-, Nasen- und Mundbereichs von braunem Fell bedeckt. Das Kinn ist weiß [2].

Weißkehlmeerkatzen (Cercopithecus albogularis) erreichen eine Körperlänge von 40 bis 70 cm und ein Gewicht von etwa 9 kg. Daher gehören Weißkehlmehrkatzen zu den eher größeren Vertretern der Meerkatzenartigen (Cercopithecinae). Männchen sind deutlich größer als Weibchen [2].

Weißkehlmeerkatzen (Cercopithecus albogularis) sind hauptsächlich Fruchtfresser, ernähren sich aber auch von Blättern und tierischer Beute, wobei sie nicht aktiv jagen, sondern diese Nahrung nur zu sich nehmen, wenn sich eine Gelegenheit bietet [2].

Weißkehlmeerkatzen (Cercopithecus albogularis) leben in sozialen Gruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen. Sind mehrere Weibchen im Ovarialzyklus, gesellen sich mehrere Männchen zur Gruppe, in der Hoffnung, sich paaren zu können. Das Territorium wird nur von den Weibchen verteidigt, das Männchen ist dafür zuständig, lästige Rivalen fernzuhalten. Bei geringer Populationsdichte sind die Gruppen weniger stabil und es gibt mehr Wettbewerb zwischen den Männchen um den Zugang zu geschlechtsreifen Weibchen, da mehr Männchen in die Gruppen eindringen. Auch gibt es hier höhere Infantizidraten (Kindstötung) als in dichteren Populationen [2].

Fortpflanzungs- und Geburtssaison sind bei Weißkehlmeerkatzen (Cercopithecus albogularis) variabel. Nach einer Tragzeit von etwa 140 Tagen bringen die Weibchen ein einzelnes Junges zur Welt, das etwa 30 Monate lang gesäugt wird. Wenn verfügbar, paaren sich die Weibchen der Weißkehlmeerkatzen (Cercopithecus albogularis) mit mehreren Männchen. Untersuchungen haben ergeben, dass 5 - 20 % der Paarungen ohne der Kenntnis des Alpha-Männchens stattfinden [2].

Während der Nahrungssuche schließen sich Weißkehlmeerkatzen oft mit Mantelmangaben (Lophocebus albigena), Rotschwanzmeerkatzen (Cercopithecus ascanius) oder Roten Stummelaffen (Piliocolobus) zusammen [2].

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft Weißkehlmeerkatzen trotz Abwärtstrend der Populationen als nicht gefährdet (Least concern) ein [1].

[1] Kingdon, J., Butynski, T.M. & De Jong, Y. 2008. Cercopithecus mitis ssp. albogularis. In: IUCN 2010. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2010.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 13 June 2010; [2] Rowe, 1996

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