Schwarzweiße Stummelaffen (Colobus)

Colobinae
Schwarzweiße Stummelaffen (Colobus)
Angola-Stummelaffe im Zoo von San Diego
© Doug Fisher, CC by-nc-nd
Systematik
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IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Schwarzweiße Stummelaffen sind afrikanische Altweltaffen der Gattung Colobus. Sie sind eng mit den roten Stummelaffen der Gattung Piliocolobus verwandt [1]. Das Wort "Colobus" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "verstümmelt". Die Primaten werden so genannt, weil ihr Daumen im Verlauf der Evolution zurückgebildet wurde und heute nur noch ein Stumpf ist.

Neugeborene der Schwarzweißen Stummelaffen sind schneeweiß. Alle Mitglieder der Gattung Colobus sind Pflanzenfresser und ernähren sich von Blättern, Früchten, Blüten und jungen Trieben. Zum Lebensraum der Schwarzweißen Stummelaffen (Colobus) gehören primäre und sekundäre Wälder, Galeriewälder und baumbestandenes Grasland. Ihr Verdauungssystem ähnelt den Wiederkäuern und hat es diesen Affen ermöglicht Nischen zu besetzen, die anderen Primaten nicht zugänglich sind. Schwarzweiße Stummelaffen leben in territorialen Gruppen von etwa 9 Individuen, bestehend aus einem einzigen erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und deren Nachkommen. Es gibt dokumentierte Berichte, dass neben der Mutter auch andere Mitglieder der Gruppe Sorge für die Nachkommen tragen.

Schwarzweiße Stummelaffen sind für die Samenverbreitung der Bäume wichtig, zum Einen durch das Herabfallen von Samen bei zu hastiger Nahrungsaufnahme, zum Anderen durch Ausscheiden, nachdem der Samen das Verdauungssystem passiert hat.

Schwarzweiße Stummelaffen sind Beute für viele Raubtiere des Waldes. Die Populationen kämpfen aber hauptsächlich mit der Zerstörung ihrer Lebensräume durch Abholzung der Wälder. Gefahr geht auch vom Handel mit Buschfleisch (bushmeat) aus, ein Begriff für alle wildlebenden Tiere - ob gefährdet oder nicht - die vom Menschen zum Zwecke der Ernährung konsumiert werden.

[1] Groves, C. (2005). Wilson, D. E., & Reeder, D. M. ed. Mammal Species of the World. 2 Bde: A Taxonomic and Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press; Auflage: 3rd ed., rev. (16. November 2005) pp. 167-168. ISBN 978-0801882210

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