Schlankgibbon (Hylobates agilis)

IUCN Status IUCN - Endangered
Endangered / stark gefährdet
ARKive species - Agile gibbon (Hylobates agilis)
Physiologie*
Kopf-Rumpf-Länge: 42 - 47 cm
Gewicht: weiblich 5,55 - 6,40 kg
Gewicht: männlich ?
Ernährung*
Früchte (58%), Blätter (39%), Blüten (3%), kleine Tiere (1%)
Systematik
Unterordung: Haplorrhini
Teilordung: Catarrhini
Familie: Hylobatidae
Gattung: Hylobates
*Angaben nach Rowe,(1996)
Google Map Google Earth
 
IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. www.iucnredlist.org

Den Schlankgibbon (Hylobates agilis) oder Ungka, auch Schwarzhandgibbon, findet man auf der Malaiischen Halbinsel, auf Sumatra sowie im Südwesten Borneos.

Schlankgibbons (Hylobates agilis) bewohnen in ihrem Verbreitungsgebiet die oberen Bereiche der Baumkronen, aus denen sie nur sehr selten auf den Boden herabsteigen. Sie ernähren sich von Früchten, Blättern und Insekten.

Schlankgibbons (Hylobates agilis) erreichen eine Körperlänge von 45 - 64 cm und ein Gewicht von 5,9 kg. Das Fell kann sehr unterschiedlich sein, ist jedoch innerhalb einer Population bei beiden Geschlechtern immer gleich. Die Färbungen sind von hellem Ockergelb mit Gold, Rot oder Braun oder Rot und Braun oder Braun und Schwarz. Die Augenbrauen dieser Primaten sind weiß, bei den Männchen sind auch die Wangen weiß, bei den Weibchen nicht.

Schlankgibbons (Hylobates agilis) erreichen mit etwa 8 Jahren die Geschlechtsreife. Nach einer Tragzeit von etwa 7 Monaten kommt ein einzelnes Junges zur Welt. Wie alle Gibbons leben Schlankgibbons hauptsächlich monogam. Zwischen den Geburten liegen rund dreieinhalb Jahre, was bedeutet, dass ein Schlankgibbonpaar während seines Lebens fünf bis sechs Nachkommen produzieren kann.

Die durchschnittliche Gruppengröße bei den Schopfgibbons beträgt vier Individuen. Die Gruppe besteht normalerweise aus den Elterntieren, einem Kleinkind und einem Heranwachsenden.

Wie alle Gibbons verständigen sich die Schlankgibbons (Hylobates agilis) mittels Rufen. Die Männchen geben ein zweiphasiges Heulen von sich, Weibchen produzieren Tonfolgen von unterschiedlicher Länge und wechselnden Strophen mit ständig ändernder Höhe bis zu einem stabilen Höhepunkt. Schopfgibbons singen im Duett, meistens in den Morgenstunden, um ihr Territorium zu behaupten. Wenn sich ein fremder Artgenosse trotzdem näher als erlaubt heranwagt, wird er vom Männchen und Weibchen gemeinsam verjagt.

[1] Rowe, N. 1996; Geissmann, T. & Nijman, V. 2008. Hylobates agilis. In: IUCN 2011. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 15 October 2011.

Valid XHTML 1.0 Creative Commons License
Alle Texte dieser Homepage sind unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. - Bildlizenzen sind getrennt angegeben -
Weitere Infos: Kontakt - Siteinfo - User online 6   gestern 241   heute 71 - Letztes update: 01.11.2011 um 03:32